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Wichtig für Ihre finanzielle Altersvorsorge: die Berufsunfähigkeitsrente

Finanzielle Altersvorsorge umfasst viel mehr als Sparpläne fürs gesicherte Rentnerdasein. Wenn Sie zum Beispiel mit Mitte 40 berufsunfähig würden, müssten Sie Ihre Reserven aufbrauchen – und stünden später ohne Ihre finanzielle Altersvorsorge da. Deshalb lesen Sie hier die 7 Gebote für finanzielle Sicherheit durch eine Berufsunfähigkeitsrente.

Der Schutz gegen Invalidität durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist neben der privaten Haftpflicht der wichtigste Versicherungsschutz überhaupt. Und, wie oben erwähnt, er ist auch eine der wichtigsten Säulen Ihres Konzepts für Ihre finanzielle Altersvorsorge. Ein Polster, das Sie sich mühsam aufgebaut haben, schmilzt schnell dahin, wenn Sie es nicht als Zusatzrente obendrauf haben, sondern sich und Ihre Familie damit durchbringen müssen. Deshalb hier die 7 Gebote der Berufsunfähigkeitsversicherung für Ihre finanzielle Altersvorsorge.

1. Ausreichend versichern

Die Versicherungssumme muss dem Einkommen angemessen sein, wer heute schon 2.500 Euro netto verdient, ist mit einer Monatsrente von 1.000 Euro schlecht beraten. Als Faustregel gilt: Vereinbart werden sollte immer eine Rente, die mindestens 80 % des letzten Nettoeinkommens beträgt.

Nur dann bedeutet die Berufsunfähigkeitsversicherung eine echte finanzielle Altersvorsorge. Wichtig ist, dass eine später einmal zu zahlende Rente flexibel gestaltet wird, sodass Preissteigerungen aufgefangen werden. Denn wenn 2.000 Euro heute vielleicht reichen, so haben Sie in 20 Jahren nur noch eine Kaufkraft von 1.000 Euro - viel zu wenig für Ihre finanzielle Altersvorsorge.

2. Der Vertrag muss lange genug laufen

Natürlich sind Policen günstiger, die einen Schutz nur bis zum 55. Geburtstag vorsehen. Aber wie soll man im Fall der Fälle die 10 bis 12 Jahre bis zur Rente überbrücken, ohne Reserven für die finanzielle Altersvorsorge anbrechen zu müssen. Sinnvoll sind nur Verträge, die mindestens bis zum 63. Geburtstag laufen - besser ist ein Vertragsende mit 65 bis 67, je nachdem, wann man in den Genuss des Ruhestandes kommt.


3. Nur uneingeschränkter Schutz ist guter Schutz


Bringt ein Antragsteller Vorerkrankungen mit, schlagen die Gesellschaften gelegentlich vor, bestimmte Krankheitsbilder vom Schutz auszunehmen. Tatsächlich ist das so, als wenn man gar keinen Vertrag, sprich im Zweifel keine finanzielle Altersvorsorge durch die Berufsunfähigkeitsversicherung hat.

Denn im Ernstfall wird sich wahrscheinlich kaum feststellen lassen, ob denn die ausgeschlossene Krankheit nicht doch an der Berufsunfähigkeit Schuld ist. Statt Ausschluss lieber einen Risikozuschlag vereinbaren, der ggf. nach Ausheilung der Krankheit aufgehoben werden kann.

4. Keinen verbundenen Schutz wählen


Immer noch gibt es Angebote, die den Schutz gegen Berufsunfähigkeit mit (Kapital-)Lebensversicherungen koppeln. Eine solche Verbindung macht vor allem bei Kapitallebensversicherungen für die finanzielle Altersvorsorge keinen Sinn, da in diesem Fall ein hoher Anteil der Prämie in einen schlecht verzinsten Sparvertrag fließt und nur ein geringer Teil in die so wichtige Versicherung.

Die Folge: Unterversicherung durch eine zu geringe Rente, die ja das Ziel hinsichtlich Ihres Konzepts für die finanzielle Altersvorsorge ist. Sinn kann eine Verbindung allenfalls mit einer Rürup-Rentenversicherung machen - und zwar aus steuerlichen Gründen. Denn während die meisten Menschen die Prämien für eine reine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht steuerwirksam absetzen können, sieht das bei einem Rürup-Vertrag anders aus, weil er steuerbegünstigt ist. Damit können bis zu 49 % der Prämie in eine Berufsunfähigkeitsversicherung fließen und der Schutz als Steuersparmodell laufen.


5. Keine abstrakte Verweisung vereinbaren


Es ist wichtig, dass der Tarif keine "Abstrakte Verweisung" enthält. Der Versicherer kann sonst seine Leistungen verweigern, wenn man theoretisch noch in einem anderen Beruf arbeiten könnte. Das reduziert den Schutz quasi auf Null!


6. Gesundheitsfragen immer richtig beantworten


Die Gesundheitsfragen sind das A und O eines jeden Vertrages, weil sie die Basis für die Versicherung sind. Alle Fragen im Antragsformular müssen immer wahrheitsgemäß beantwortet werden. Notfalls sollte man bei seinen Ärzten nachfragen, wenn man sich unsicher ist bei Antworten, die sich auf die eigene Gesundheit beziehen.

Der Grund: Weist der Versicherer später nach, dass man gesundheitliche Probleme verschwiegen oder Fragen nicht vollständig beantwortet hat, kann die Gesellschaft vom Vertrag zurücktreten - und das tut sie auch in aller Regel. Damit entfällt der Versicherungsschutz und Sie stehen vor dem finanziellen Ruin, gegen den Sie sich für Ihre finanzielle Altersvorsorge gerade versichern wollte.


7. Nicht blenden lassen

Vor allem Direktversicherer werben immer damit, dass man nur den Nettobeitrag zahlen muss - das ist die reguläre Prämie abzüglich der anfallenden Gewinnbeteiligungen. Der Haken an der Sache: Kalkuliert der Versicherer schlecht und fallen Überschüsse weg, müsste man im schlimmsten Fall der Bruttobeitrag zahlen. Das ist der maximal vereinbarte Beitrag, der im Tarif vereinbart wurde.

 

25.6.07 13:01
 


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